Neubau S-Bahnlinie S4 (Ost) Hamburg – Bad Oldesloe, Abschnitt 1 - 1. Änderung

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Allgemeine Informationen

Neubau S-Bahnlinie S4 (Ost) Hamburg – Bad Oldesloe, Planfeststellungsabschnitt 1, 1. Änderung im Verfahren, Neubau S-Bahnstrecke 1249, Änderung Fernbahnstrecke 1120, Änderung Güterzugstrecke 1234, Änderung Güterzugstrecke 1242, Änderung S-Bahnstrecke 1241

Die DB Netz AG (Vorhabensträgerin) beabsichtigt, auf der Relation Hamburg Hauptbahnhof – Ahrensburg – Bad Oldesloe die infrastrukturellen Voraussetzungen für den Betrieb des östlichen Teils einer neuen S-Bahnlinie S4 herzustellen und hat hierfür bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle Hamburg/Schwerin, Standort Hamburg, Schanzenstraße 80, 20357 Hamburg, die Feststellung des Plans für dieses Vorhaben nach § 18 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) beantragt. Um hinsichtlich der Beförderungskapazität, Taktdichte und Fahrplanstabilität eine Verkehrsbedienung der Strecke auf S-Bahn-Standard zu ermöglichen, ist geplant, zwischen Hamburg-Hasselbrook (Ausfädelung aus der S-Bahnstrecke 1241) und Ahrensburg parallel zu der bestehenden zweigleisigen elektrifizierten Fernbahnstrecke 1120 (Relation Hamburg – Lübeck) zwei weitere S-Bahngleise mit der neuen Streckennummer 1249 anzulegen. Von Ahrensburg bis Ahrensburg-Gartenholz soll die Strecke 1249 als eingleisige elektrifizierte S-Bahnstrecke neben der zweigleisigen Bestandsstrecke 1120 errichtet werden. Im Anschluss an die neue S-Bahn-Verkehrsstation Ahrensburg-Gartenholz soll die Strecke 1249 in die Bestandsstrecke 1120 einfädeln, sodass die Fahrzeuge der S-Bahn zwischen Ahrensburg-Gartenholz und Bad Oldesloe auf den bestehenden Gleisen verkehren können. Des Weiteren ist vorgesehen, fünf neue Verkehrsstationen der S-Bahn (Claudiusstraße, Bovestraße, Holstenhofweg, Am Pulverhof, Ahrensburg-West) zu errichten, die vier vorhandenen Verkehrsstationen Tonndorf, Rahlstedt, Ahrensburg und Ahrensburg-Gartenholz anzupassen sowie den bestehenden Bahnhof Wandsbek als Verkehrshalt aufzuheben.

Die Errichtung zweier S-Bahngleise beziehungsweise eines S-Bahngleises zwischen Hamburg-Hasselbrook und Ahrensburg-Gartenholz parallel zu der bestehenden Fernbahnstrecke 1120 erfordert abschnittsweise die Verschwenkung und Anpassung dieser Bestandsstrecke, sodass das Vorhaben sowohl nordwestlich als auch südöstlich der Bestandstrasse mit Auswirkungen verbunden ist.

Auf Grund der Länge der Strecke, der Komplexität der geplanten Baumaßnahmen sowie der administrativen Grenzen zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Land Schleswig-Holstein erfolgt eine Aufteilung in Planfeststellungsabschnitte (PFA). Das Vorhaben gliedert sich in drei PFA:

– PFA 1: Hamburg-Hasselbrook – Luetkensallee;

PFA 2: Luetkensallee – Landesgrenze Hamburg/Schleswig-Holstein;

PFA 3: Landesgrenze Hamburg/Schleswig-Holstein – Ahrensburg-Gartenholz.

Die vorliegende Bekanntmachung betrifft den PFA 1. Wesentlicher Gegenstand des PFA 1 sind Baumaßnahmen an der neuen Strecke 1249, Bau-km 100,000 bis Bau-km 103,114, an der Strecke 1120, km 59,709 bis km 56,597, an der Strecke 1234, km 15,583 bis km 15,921, an der Strecke 1242, km 56,738 bis km 59,463, sowie an der Strecke 1241, km 4,144 bis km 4,780. Zudem sollen sowohl nordöstlich entlang der neuen S-Bahnstrecke 1249 als auch südöstlich entlang der bestehenden Fernbahnstrecke 1120 sowie mittig zwischen den jeweils zwei Gleisen der genannten Strecken Lärmschutzwände aus hochschallabsorbierenden Lärmschutzelementen mit einer Gesamtlänge von ungefähr zehn Kilometern errichtet werden.

Mit dem Vorhaben werden bau-, anlage- und betriebsbedingte Beeinträchtigungen sowohl des Vorhabensbereichs als auch benachbarter Bereiche und baulicher Anlagen durch unmittelbare Inanspruchnahmen (zum Beispiel Grunderwerb und bauzeitliche Flächennutzungen) sowie mittelbare Auswirkungen (zum Beispiel Schalleinwirkungen aus Baulärm und dem späteren Betrieb) einhergehen. Landschaftspflegerische Ersatzmaßnahmen (zum Beispiel Wiederbegrünungen und Wiederbepflanzungen) werden sowohl im Nahbereich des Vorhabens durch Neugestaltung der Randflächen, insbesondere der Böschungsflächen, als auch durch Aufforstungen und Bepflanzungen im Stadtteil Duvenstedt im Norden des Bezirks Wandsbek verwirklicht.

Das Vorhaben bedarf nach § 3a des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) a. F., § 74 Absatz 2 UVPG einer Umweltverträglichkeitsprüfung, die im Zuge des Planfeststellungsverfahrens von der Planfeststellungsbehörde vorgenommen werden wird. Über die Zulässigkeit des Vorhabens kann die Planfeststellungsbehörde durch Planfeststellungsbeschluss entscheiden.

Das Planfeststellungsverfahren läuft gegenwärtig. Der dem Vorhaben zu Grunde liegende Plan wurde bereits öffentlich ausgelegt; die gegen den Plan erhobenen Einwendungen, die Stellungnahmen von Vereinigungen nach § 73 Absatz 4 Satz 5 des Hamburgischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (HmbVwVfG), die Äußerungen zu den Umweltauswirkungen des Vorhabens und die Stellungnahmen der Behörden zu dem Plan wurden bereits erörtert.

Die Vorhabensträgerin reichte nunmehr bei der Planfeststellungsbehörde einen Änderungsantrag ein.

Der Änderungsantrag beinhaltet im Wesentlichen:

Von dem ursprünglich geplanten Bau eines bahnparallelen Weges als Verbindungsspange zwischen den Straßen Claudiusstraße und Schloßgarten wird abgesehen. Anstelle der Verbindungsspange wird nördlich der Strecke 1249 in der Straße Claudiusstraße ein Wendehammer erstellt, in dem dreiachsige Abfallsammelfahrzeuge gewendet werden können. Südlich der Strecke 1120 wird in der Straße Schloßgarten der vorhandene Wendehammer durch einen Wendehammer ersetzt, in dem ebenfalls dreiachsige Abfallsammelfahrzeuge gewendet werden können.

Zudem wurde ein Gutachten über die Verschattungssituation nach Errichtung der geplanten Lärmschutzwände erstellt. Einzelne Planunterlagen wurden den Ergebnissen des Gutachtens angepasst.

Verfahrenstyp und Daten

Anlage 1 Liste "UVP-pflichtige Vorhaben » Verkehrsvorhaben: » 14.7 Bau eines Schienenweges von Eisenbahnen mit den dazugehörenden Betriebsanlagen einschließlich Bahnstromfernleitungen;

Zuständige Behörde

Eisenbahn-Bundesamt (Außenstelle Hamburg/Schwerin - Standort Hamburg)

Standort Hamburg
Schanzenstraße 80
20357 Hamburg
Deutschland

Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Rechtsamt

Anhörungsbehörde

Alter Steinweg 4, 20459 Hamburg

Vorhabenträger

DB Netz AG

DB Netz AG
Regionalbereich Nord
Hammerbrookstraße 44
I.NG-N-S
20097 Hamburg
Deutschland

040/39182161
I.NG-N-S

Öffentlichkeitsbeteiligung

Anhörungsverfahren mit Auslegung der Planunterlagen im Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben „Neubau S-Bahnlinie S4 (Ost) Hamburg – Bad Oldesloe“, Planfeststellungsabschnitt 1, 1. Änderung im Verfahren

Bezirksamt Hamburg-Mitte
Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt, Fachachmt Bauprüfung
Caffamacherreihe 1-3
5. OG, Flurbereich C (Servicebereich)
20355 Hamburg
Deutschland

25. September 2019 bis zum 24. Oktober 2019 (Auslegungsfrist) während der dortigen Amtsstunden.

Anhörungsverfahren mit Auslegung der Planunterlagen im Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben „Neubau S-Bahnlinie S4 (Ost) Hamburg – Bad Oldesloe“, Planfeststellungsabschnitt 1, 1. Änderung im Verfahren

Bezirksamt Wandsbek
Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt
Schloßgarten 9
Foyer
22041 Hamburg
Deutschland

25. September 2019 bis zum 24. Oktober 2019 (Auslegungsfrist) während der dortigen Amtsstunden.

Anhörungsverfahren mit Auslegung der Planunterlagen im Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben „Neubau S-Bahnlinie S4 (Ost) Hamburg – Bad Oldesloe“, Planfeststellungsabschnitt 1, 1. Änderung im Verfahren

Bezirksamt Hamburg-Mitte
Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt, Fachachmt Bauprüfung
Caffamacherreihe 1-3
5. OG, Flurbereich C (Servicebereich)
20355 Hamburg
Deutschland

25. September 2019 bis zum 24. Oktober 2019 (Auslegungsfrist) während der dortigen Amtsstunden.