Rückbau des Gleisvorfelds Stuttgart Hbf, Planfeststellungsabschnitt Rückbau Abstellung

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Allgemeine Informationen

Planfeststellungsverfahren für den Rückbau des Gleisvorfelds Stuttgart Hauptbahnhof, Planfeststellungsabschnitt (PFA) Rückbau Abstellung

Der Planfeststellungsantrag umfasst den Rückbau der Abstellung einschließlich der Hochbauten in zentraler Lage der Stuttgarter Innenstadt zwischen Rosensteinstraße, Ehmannstraße und Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee. Antragsgegenstand sind die Gleise 601 bis 773, die Gleise 573 bis 597 des Werks Rosenstein sowie die Gleise der Post (Post 3 bis 16). Daneben umfasst der Antrag den Rückbau aller Hochbauten und baulichen Anlagen auf der antragsgegenständlichen Fläche. Dies betrifft insbesondere das Werk Rosenstein mit allen angrenzenden Gebäuden einschließlich der Schiebebühne sowie alle anderen, auf der Fläche verteilten Bauwerke wie Stellwerke, Lagergebäude, Schuppen, Oberleitungen, Beleuchtungs- und Zugvorheizanlagen sowie die Leit- und Sicherungstechnik. Teilflächen der Abstellung sind bereits durch die Planfeststellungsbeschlüsse zu PFA 1.1 und PFA 1.5 des Projekts Stuttgart 21 erfasst. Die dort planfestgestellten Maßnahmen werden durch den vorliegenden Antrag nicht berührt. Die vorliegende Planung grenzt unmittelbar an die bereits planfestgestellten Flächen an bzw. spart diese aus.

Die frei gewordene Fläche soll zu gegebener Zeit einer städtebaulichen Entwicklung zugeführt werden.

Die Erschließung der Baustelle für Straßenfahrzeuge erfolgt über die Ehmannstraße. Die Bauzeit des Rückbaus der Abstellung hängt maßgebend von der Umsiedlung der Eidechsen und der Verfügbarkeit, Herrichtung und Habitatreife geeigneter Flächen für deren Umsiedlung ab und beträgt nach derzeitigem Kenntnisstand der Vorhabenträgerin mehrere Jahre.

Die Planung beinhaltet landschaftspflegerische Begleit- und Artenschutzmaßnahmen. So wird unter anderem für die Umsiedlung von Mauereidechsen auch auf die Logistikfläche am Nordbahnhof zwischen der Gedenkstätte Nordbahnhof, Nordbahnhofstraße und der Straße „Innerer Nordbahnhof“, der Otto-Umfrid-Straße und den im Norden begrenzenden Gleisen der Strecken 4801 und 4803 zurückgegriffen. Diese Fläche wird einhergehend mit den entsprechenden Immissionsbelastungen u.a. entsiegelt und tiefengelockert. Daneben sind auf der Egelseer Heide in Stuttgart-Rotenberg Ersatzhabitate für Zauneidechsen geplant. Diese und weitere Maßnahmen sind im Einzelnen im Landschaftspflegerischen Begleitplan bzw. der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung dargestellt. An Kompensations- bzw. Artenschutzmaßnahmen sind insbesondere vorgesehen:

 

  • Bauzeitbeschränkung für die Baufeldfreimachung (Mauer- und Zauneidechsen) und Eingriffe in potenzielle Lebensstätten (Vögel, Fledermäuse) im Bereich des Gleisvorfeldes

 

  • Bauzeitbeschränkung für Eingriffe in potenzielle Lebensstätten (Vögel, Fledermäuse, Zauneidechsen) im Bereich der Maßnahmenfläche Egelseer Heide

 

  • Abfang und Umsiedlung der betroffenen Mauer- und Zauneidechsen

 

  • Absichern der freigefangenen Flächen vor Neubesiedelung sowie der Abwanderung aus den Maßnahmenflächen Logistikfläche / Werk Rosenstein und Abstellung durch Stellen von Zäunen

 

  • Umweltfachliche Bauüberwachung

 

  • Baumschutz

 

  • Raupensuche und ggf. Umsiedlung – Spanische Flagge

 

  • Installation von Nistkästen

 

  • Optimierung eines Ersatzhabitats für die Zauneidechse (Maßnahmenfläche Egelseer Heide)

 

  • Anlage von Ersatzhabitaten für die Mauereidechse (Maßnahmenflächen Logistikfläche / Werk Rosenstein und Abstellung)

 

Zum Schutz der Anwohner vor Baulärm und baubedingten Erschütterungen sieht die Planung u.a. eine Beschränkung der täglichen Betriebsdauer von Baumaschinen in einer Bauphase vor. Zudem ist geplant, die Bautätigkeit auf den Tageszeitraum zu beschränken.

Geodaten

Verfahrenstyp und Daten

Anlage 1 Liste "UVP-pflichtige Vorhaben » Verkehrsvorhaben: » 14.8 Bau einer sonstigen Betriebsanlage von Eisenbahnen, insbesondere einer intermodalen Umschlagsanlage oder eines Terminals für Eisenbahnen, soweit der Bau nicht Teil des Baues eines Schienenweges nach Nummer 14.7 ist;

Zuständige Behörde

Eisenbahn-Bundesamt (Außenstelle Karlsruhe/Stuttgart) - Standort Stuttgart

Olgastraße 13
70182 Stuttgart
Deutschland

Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 24, Ruppmannstr. 21, 70565 Stuttgart oder an die Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Stadtplanung und Wohnen, Eberhardstr. 10, 70173 Stuttgart

Regierungspräsidium Stuttgart

Ruppmannstr. 21
70565 Stuttgart
Deutschland

Vorhabenträger

DB Netz AG, Großprojekte Südwest / Bauherrenvertretung Stuttgart - Ulm

DB Netz AG Großprojekte Südwest / Bauherrenvertretung Stuttgart - Ulm
Presselstr. 17
70191 Stuttgart
Deutschland

Öffentlichkeitsbeteiligung

Auslegung in Stuttgart

Amt für Stadtplanung und Wohnen
Eberhardstr. 10
70173 Stuttgart
Deutschland

Montag bis Freitag von 8:30 bis 12:30 Uhr

Montag bis Mittwoch von 14:00 bis 15:30 Uhr

Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr

Der barrierefreie Zugang erfolgt über die Töpferstraße.